NATURGARTENIDEE

Naturnahe Gartennutzung

Wie immer Sie Ihren Garten nutzen wollen, Sie können ihn naturnah nutzen.

Sie befinden sich dann im Kreislauf der Natur.
Das bedeutet, das Sie keine Chemie und intensive Pflege brauchen, um die Gestaltung statisch zu erhalten. Sie werden sich über den steten Wandel freuen und so jedes Jahr etwas Neues entdecken.

Sie können sich von den tierischen und pflanzlichen Lebewesen helfen lassen, den Boden gesund und fruchtbar zu erhalten, oder den Teich zu klären und ihre Obstblüten von einer Vielzahl von Insekten bestäuben zu lassen.

Sie brauchen nicht Düngen, Wässern oder Schneiden, wenn passend zu dem Standort die Pflanzen ausgesucht sind.

Sie lernen die heimischen Pflanzen kennen und lieben und werden in ihrem Garten von einer immer größer werdenden Vielzahl von Tieren, wie Schmetterlingen, Vögeln, Wildbienen und Hummeln... besucht.

Viele Pflanzen lassen sich essen, von denen Sie das noch nicht wussten und bieten weit mehr Vitamine und Mineralstoffe, als die uns bekannten Gemüse und Obstsorten und manche von denen können uns helfen Krankheiten zu mildern oder abzuwenden.

Heimische Vielfalt

Es gibt viele heimische Pflanzen, die sich auch für den Garten wegen ihrer Schönheit eignen und gleichzeitig eine Vielzahl von Blütenbesuchern, aber auch Blattfressern anlocken. Mit ihnen kommen auch die Insektenfresser, so dass Sie in ihrem Garten so manchen spannenden Naturkrimi beobachten können.

Auch gibt es für viele Standortbedingungen die passenden Pflanzen, so dass alle möglichen Freiflächennutzungen nicht kahl und lebensfeindlich bleiben müssen.

Selbst für das Obst gibt es vielerlei Möglichkeiten: Sie können Urobstsorten, Wildobstsorten oder alte Kultursorten bekommen, in Strauch- oder Baumform, als Kleingehölz oder Staude. Diese haben den Duft noch nicht verloren und bieten einige Vitamine mehr und sind oft robuster, als die auf starken Ertrag und große Früchte getrimmten neueren Kultursorten.

Überraschende Sinnesreize

Sinnesreize fördern die menschliche Gehirnentwicklung bei jungen und alten Menschen.
Der naturnahe Garten ist voller Sinnesreize:
Hier gibt es eine Vielzahl von Düften, Farben, Geräusche, Geschmacksnoten, Pflanzenstrukturen, Wegbeläge und Motorikherausforderungen, die wohltuend und manchmal überraschend, sich über unsere verschiedenen Sinnesorgane wahrnehmen lassen und als Erfahrungen im Gehirn abgespeichert werden. Je mehr Sinnesreize das Gehirn bekommt, je mehr Nervenverbindungen entstehen dort und desto besser kann das Gehirn arbeiten.

Zum Beispiel meine Apothekerrose: Rosa gallica officinalis.
Sie sieht gut aus, gehört zu den Mittelsträuchern: 1m bis 3m Höhe, ist voller Blüten, die weit leuchten, gut duften, von vielen Insekten besucht werden.
Deren Blütenblätter werden seit dem Mittelalter zu Parfüm verarbeitet.
In Frankreich gibt es sehr bekannte Konfitüren- und Honigsorten aus ihren Blütenblättern.
Und ich selbst mache jedes Jahr eine hervorragende Konfitüre und daraus lässt sich ein leckeres Mousse´ erstellen.
Im Herbst bekommt sie leuchtend rot-orange Hagebutten, die auch geerntet werden oder einen schönen Farbaspekt bieten oder den Vögeln im Winter als Futterquelle dienen.

Harmonie und Pflegeleichtigkeit

Wenn wir in Ihrem Garten die Pflanzen einbringen, die zu dem Platzangebot, den Bodenbedingungen und den Belichtungsmöglichkeiten passen, dann strahlt Ihr Garten eine gewisse Stimmigkeit mit der Natur aus, die als Harmonie empfunden wird.

Gleichzeitig ersparen Sie sich viel Arbeit und Zeit, dadurch dass Sie nicht mehr düngen, spritzen oder schneiden müssen. Auch das Unkraut rupfen wird mit der Zeit weniger, wenn die gewollten Pflanzen den Boden bedecken. Dadurch das die Pflanzen passend ausgesucht sind, sind sie an ihren Standort stark genug sich gegen Krankheiten oder Unkraut zu behaupten.

Die ersparte Zeit können Sie nutzen, Beobachtungen zu machen, sich mit dem Gestaltungsbild
auseinander zu setzen, Ideen zu entwickeln für Ergänzungen oder Veränderungen,... eben kreativ mit zu schwingen im Kreislauf Ihres Naturgartens.

Naturgegebener Lebensrhythmus

Der Mensch ist aus der Natur hervorgegangen, er ist abhängig von der Natur und unterliegt auch ihrem Lebensrhythmus.
Wollen wir uns von dem ungesunden, naturfernen Leben des städtischen Alltags abwenden und etwas für unser Wohlbefinden tun, können wir uns diese Naturrhythmen als Vorbild nehmen und in unseren Garten wieder erlebbar machen.

Da gibt es dann die Winterruhe, während dessen viele Bäume, Sträucher und Stauden ihr Blattwerk abgeworfen haben, um den Winter zu überstehen und nicht an Frosttrocknis zu leiden.
Die wenigen immergrünen heimischen Pflanzen wachsen im Schutz der Hecke, damit sie nicht ungeschützt der Wintersonne und den verdunstungfördernden Winden ausgesetzt sind.
Auch viele Tiere haben sich zur Ruhe begeben, andere sind in den Süden geflogen.
Für uns Menschen bedeutet diese Zeit auch viel Ruhe und Möglichkeit wieder Kraft zu sammeln für Energie reichere Zeiten.
Jedes Jahr ersehnen wir den Frühling herbei und den Pflanzen und Tieren geht es ebenso.
Mit den längeren Tagen und den steigenden Temperaturen steigt der Energiepegel und die farbenfrohen Jahreszeiten nehmen mit vielen Geräuschen und Düften ihren Lauf.
Der Sommer mit den Ernteerlebnissen kommt und der Herbst verabschiedet sich mit buntem Laub und kündigt neue Ruhezeiten an.

Jede Jahreszeit hat ihre Reize für uns Menschen und genau diese Reize brauchen wir für unser Wohlbefinden.
Das Wachsen, Werden, Fruchten und Vergehen, es gehört zum Leben, es gehört zu uns, es gehört in unseren Naturgarten.